Pilgerzitate

 

„ …Der Mensch ist nicht bei sich zu Hause, sondern er ist auf dem Weg nach Hause. Und er wird nur dann eine Heimat finden, wenn er aus sich selbst auszieht und sich auf den Weg zu Gott macht. So wird dem Pilger mehr als dem Daheimgebliebenen das Geheimnis seiner menschlichen Existenz klar, dass er letztlich immer auf dem Weg ist, auf dem Weg nach Hause.“

(Pater Anselm Grün)

"Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft. Im Menschen lebt eine Sehnsucht, die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung. Immer lockt ihn das Andere, das Fremde. Doch alles Neue das er unterwegs sieht und erlebt, kann ihn nie ganz erfüllen. Seine Sehnsucht ist grösser. Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz Anderen, und alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an, dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott".

(Augustinus)

“Wer das Pilgern angenehm findet, liebt das himmlische Vaterland nicht".

(Augustinus)

„Im Grunde ist die Lebensreise des Menschen eine Pilgerfahrt, auf der er durch heilige Orte kommt, die die Seele weiten und bereichern.“

(John O´Donohue)

„Der Pilger bekennt, dass er die Antwort auf die tiefsten Fragen des Lebens nicht weiß. Er geht auf Wanderschaft, um die Antwort auf seine Fragen zu finden…Im Pilgern kommen wir in Verbindung mit unserer Sehnsucht. Die Sehnsucht ist die Spur, die Gott in unser Herz gelegt hat.“

(Pater Anselm Grün)

"Die gegenwärtige Welt ist Pilgerschaft. Heimat ist erst die kommende".

(Augustinus)

„Die gefährlichste Weltanschauung haben die, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“

(Pilgerweisheit)

"Reisen ist das einzig Taugliche gegen die Beschleunigung der Zeit.“

(Thomas Mann)

„Wer fährt, wird erfahren, wer wandert, ist bald bewandert“.

(Pater Anselm Grün)

"Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob es ihm bewusst ist oder nicht."

(Edith Stein)

"Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten."

(Katharina von Siena)

„Wir brauchen die Erfahrung des Ankommens und Angekommenseins, um uns immer wieder neu auf den Weg zu machen. Das Ankommen hält unsere Sehnsucht nach der wahren Heimat wach und schickt uns immer wieder auf den Weg.“

(Pater Anselm Grün)

 „Pilgerschaft hat immer mit Umkehr und Bekehrung zu tun. Der Aufbruch des Pilgers ist schon eine Umkehr. Der Pilger kehrt um von den bisherigen Wegen. Die Umkehr soll ihm helfen, sich zu bekehren, seinem Leben eine Wende zu geben…..Die Bibel versteht unseren Weg als ständigen Weg der Bekehrung.“

(Pater Anselm Grün)

 „Es ist sehr einfach, mit einem klaren Ziel zu leben. Auf diesem Weg ist das Ziel Santiago, in meinem Leben Gott. Natürlich ist der Weg gleichzeitig das Ziel, denn unterwegs spüre ich mich Gott stärker verbunden als in der Kathedrale von Santiago….Im Gleichklang mit der Natur wird, ohne künstliche Reize, die leise innere Stimme deutlich. ..Hier erkennt der Pilger, dass Innen und Außen miteinander verwoben sind und das Außen eine Konsequenz des Inneren ist…Wenn der Pilger offen ist wie ein Gefäß, dann kann er sich vom Heiligen Geist erfüllen lassen. Verborgene Zusammenhänge werden transparent, tiefe Sehnsüchte offenbar, und bei alledem empfindet der Pilger Dankbarkeit  und Glück….Die meisten Sorgen und Ängste verlieren in der grenzenlosen Weite ihre Relevanz, ein „Pilgergefühl“ entsteht.“

(Felix Bernhard)

„Was den Pilger unterscheidet, ist weder die Dauer der Reise noch die Länge seines Weges oder das Ziel, sondern allein die geistige Haltung, mit der er diese Reise unternimmt.“

(Jean Lescuyer)

„Jeder geht auf dem Jakobsweg den gleichen Weg. Die Pilgererfahrung ist unabhängig von der Fortbewegungsmethode, ob zu Fuß, per Fahrrad, mit dem Pferd oder dem Rollstuhl. Die gemeinsamen Erfahrungen schweißen zusammen, Hitze, Kälte, Hunger, Durst hat jeder Pilger auf dem gesamten Weg erfahren, und auch Rettung.“

(Felix Bernhard)

„Wer Jesus nachfolgen will, der muss sich freimachen von der Herrschaft des eigenen Egos und von den Vorstellungen, die er sich vom Leben gemacht hat. Er muss ausziehen aus dem eigenen Ego und bereit sein, sich auf das einzulassen, was ihm auf seinem Weg widerfährt.“

(Pater Anselm Grün)

"Santiago ist nicht das Ziel des Jakobswegs, es ist der Anfang."

(Pilgerweisheit)

"Alle Reisen haben eine heimliche Bestimmung, die der Reisende nicht ahnt."

(Martin Buber)

"Wir sind immer Pilger."

(Heiliger Vinzenz von Paul)

„Du bist tot an dem Tage, an dem Du sprichst: Es ist genug! Darum tue immer mehr, gehe immer vorwärts, sei immer unterwegs; niemals gehe zurück, und weiche nie vom Wege ab.“

(Origenes)

"Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen? Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen."

(Johannesevangelium 14,5)

„Europa ist durch die Wallfahrt nach Santiago entstanden, und das Christentum ist seine Muttersprache.“

(Goethe)

"Es ist offenbar so, dass wir Menschen uns auf die Wanderschaft machen müssen, wo es um Gott und sein Heil geht. Denn die Bibel, die die Geschichte unseres Heils erzählt, berichtet eigentlich von nichts anderem als von Wanderungen. Alles wandert: die Patriarchen wandern, Moses wandert mit dem Volk durch die Wüste, die Propheten wandern, Jesus wandert, die Apostel wandern, vor allem Paulus wandert von Land zu Land und von Stadt zu Stadt. Wir stellen uns den Bereich Gottes gern als einen Bereich der Stille und des Friedens vor, wo man seine Ruhe hat und in Ruhe gelassen wird. Aber die Bibel entwirft uns ein ganz anderes Bild vom Reich und Bereich Gottes. Wo immer Gott an die Menschen herantritt, da setzt er sie in Bewegung, da schickt er sie auf die Wanderschaft."

(Herbert Haag)